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Bereits zum zweiten Mal begann ein Zeltlager der Wernauer Pfadfinder etwas ungewöhnlich. Dank der räumlichen Nähe zu dem Zeltplatz in Neuhausen, konnten wir uns zu Fuß auf den Weg machen.
Nur einige, der schon in die Jahre gekommenen Alt- Pfadfinder, mussten den Fahrdienst in Anspruch nehmen, um den Lagerplatz zu erreichen. Die anderen konnten auf dem Weg die nähere Umgebung erkunden und waren somit klar im Vorteil. Nachdem die Zelte in Rekord verdächtiger Zeit aufgestellt und gesichert waren, galt es eine alte Pfadfindersportart wieder zu entdecken. Das Spachteln, bei dem ein angespitzter Holzpflock in der Erde getrieben werden muss, erfreute sich schnell allgemeiner Beliebtheit. Pünktlich zum Einbruch der Nacht flackerte auch zum ersten Mal das Lagerfeuer auf, welches symbolträchtig die nächsten fünf Tage nicht mehr erlöschen sollte. In den ersten beiden Nächten war ein Platz an selbiger wärmender Stelle sehr begehrt, da das Thermometer tief in den Keller absackte. Der ein oder andere schlotterte doch sehr bei den noch winterlichen Temperaturen. Aber dafür wurden wir tagsüber mit dem herrlichsten Sommerwetter überrascht.
Am Donnerstag durften die Teilnehmer bei verschiedenen Workshops ihr Geschick unter Beweis stellen. Beim T-Shirtbemalen und beim Zusammenbauen des Schweden-Stuhls war sofort klar, dass die Jungs eindeutig mehr Wert auf Quantität legten während die Mädels der optischen Komponente den Vorrang gönnten. Am Freitag ging’s dann ins Freibad und jeder war von den warmen Duschen begeistert. Auch das Becken verlor trotz der niedrigen Temperaturen nicht seinen Reiz.
Tags drauf wurden alle Teilnehmer noch schnell in drei gleichstarke Gruppen aufgeteilt um dann nacheinander die Aufgaben des bevorstehenden Geländespiels zu bewerkstelligen. Im Verlauf des Tages sollten zahlreiche Aufgaben und Probleme gelöst oder bearbeitet werden. Unter anderem musste ein Gipsabdruck eines Tieres genommen werden oder gar ein Ei ohne viel Hilfsmittel gebraten werden. Alle Gruppen gaben sich hierbei die größte Mühe und am Schluss verhalf ein kleiner Vorsprung in der B-Note einer Gruppe doch noch zum Sieg. Selbst die 15jährige Neni scheint vom Geländespiel völlig begeistert und hingerissen zu sein: „und des Geländespiel war au ganz in Ordnung... „ (Gästebucheintrag auf der Pfadfinder Homepage)
Dass sich die Pfadfinder aus Wernau auch mit ihrer Geschichte durchaus lebendig beschäftigen, konnte ein jedermann sehen der auf der Straße von Neuhausen kam. Unsere Tüftler und Bastler stellten in windes Eile ein großes im Stile des Mittelalters gehaltenes Wurfkatapult auf die Wiese. Mit dem die Flugeigenschaften diverses Objekte getestet werden konnten.
Am Tag der Abreise wurde es noch einmal besinnlich und feierlich. Nach einem Morgenimpuls und der Siegerehrung, legte ein Teil der PSG ihre Versprechen ab und traten somit in eine neue Stufe ein.Es gelang uns allerdings nicht vor dem großen Wolkenbruch alles Material wieder trocken und sicher in Wernau zu verstauen. Daher boten die unerschrockenen und wasserfesten Leiter sicherlich ein lustiges Bild, als sie während des heftigen Regengusses den Lieferwagen abluden. Dies geschah allerdings aufgrund einer meteorologischen Fehleinschätzung die besagte, dass es an diesem Tage wohl nicht mehr aufhören würde, doch pünktlich mit Beendigung der Arbeit kam auch schon wieder die Sonne raus. Pech gehabt.
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