Italienradtour der Wernauer Pfadfinder im Sommer 2002


1. Etappenübersicht


Tag

Ab

Bis

Strecke km

Höhenmeter m

Durchschinitt

1

Wernau

Federsee

121,90


17,60

2

Federsee

Bodensee (Bregenz)

109,35


20,46

3

Bodensee

Chur

103,36


19,78

4

Chur

Splügenpass (Pianazzo)

93,30

ca. 2100

15,11

5

Splügenpass

Comersee (Gravedona)

47,00


21,60

6

Comersee

Comersee

5,00


0,00

7

Comersee

Monza

106,44


18,92

8

Monza

San Colombano(bei Lodi)

98,23


20,33

9

San Colombano

Bobbio

94,41


21,78

10

Bobbio

Carrodano(bei La Spezia)

125,68

ca. 1500

19,40

11

Carrodano

Massa

56,27


0,00

12

Massa

Massa

33,69


0,00

13

Massa

Massa

26,89


0,00

14

Massa

Plochingen - Wernau

23,34


0,00



Gesamt

1044,86




2. Die einzelnen Etappen



Etappe 1: Wernau - Federsee

Wir brachen mal wieder später wie geplant auf und verteilten erst einmal noch das gemeinsame Gepäck: Zelt, Kocher, Topf, Werkzeug, Sonstiges. Dann ging es gegen 9 Uhr los, erst durch das bekannte Voralbland um Kirchheim. Die Alb erklommen wir über die Hochwangersteige bei Lenningen, hier machte sich schon zum ersten Mal der Fitnessunterschied der Mitfahrenden bemerkbar. Aber schließlich schafften alle den Anstieg und es ging weiter erst einmal wieder bergab nach Seeburg und dann wieder hinauf nach Münsingen. In Münsingen deckten wir uns mit Proviant für die nächsten beiden Tage ein (Sa, So) und machten dann Mittag im Lautertal. Nach dem Vesper ging es weiter das Lautertal bis zur Donau hinunter umgeben von wunderschöner Natur und zu vielen Spaziergängern. Anschließen ging es vorbei am Kloster Obermarchtal durch das Oberland bis an den Federsee. Dort übernachteten wir auf einer Wiese vor einem Schuppen nahe einem kleinen Bach. Gleich nach der Ankunft wurde zuerst das Wasser für die Maultaschen auf den Kocher gestellt, denn alle hatten nach dieser Etappe einen riesigen Hunger. Wir beschlossen das Zelt trotz dunkler Wolken am Himmel nicht auf zu stellen und noch in das nahe gelegene Dorf Tiefenbach zu fahren um im Biergarten den Abend ausklingen zu lassen. Dort fanden wir eine etwas heruntergekommene Dorfkneipe, die aber mit ihren günstigen Preisen die anfänglichen Zweifel ausräumte. Als wir dann wieder zum Schlafplatz zurückfuhren donnerte und blitzte es in einiger Entfernung, deshalb beschlossen wir doch das Zelt auf zu stellen, was im Dunklen etwas mühevoller war als sonst. Wir legten uns dann aber doch nicht ins Zelt, weil es dort viel zu stickig und warm war, das Zelt sollte nur für den Fall aller Fälle schon einmal aufgestellt sein. Die Nacht blieb es dann doch durch ein Wunder trocken..



Etappe 2: Federsee - Bodensee Bregenz

Wir hatten in der vergangen Nacht nicht besonders gut geschlafen, weil jede Menge Ungeziefer in der Luft herumschwirrte, was wahrscheinlich am nahe gelegenen Federsee lag. Erst um 10.45 Uhr ging es nach einem kleinen Frühstück los. Wir brauchten unheimlich lange bis wir wieder alle Sachen verstaut und den Schlafplatz aufgeräumt hatten. Dann wurden erst alle Wasservorräte in der Dorfschenke nachgefüllt und dann konnten wir endlich starten. Zuerst kamen wir durch Bad Schussenried, dann ging es weiter nach Aulendorf. Es lief ziemlich gut und wir kamen dann recht schnell nach Weingarten und Ravensburg, wo sich dann ein Unglück ereignete. Wir fuhren im Windschatten auf einem Radweg durch die Randbezirke der Stadt. Andreas fuhr voraus, er wich natürlich den Pfosten auf dem Weg aus, Matthias hatte auch keine Probleme aus zu weichen, der nachfolgende Thomas bekam das Ausweichmanöver auch noch hin, Sebastian gelang es grad noch und der letzte Stephan schaffte es nicht mehr und fuhr frontal gegen den Metallpfosten. Es überschlug in und er zog sich ein paar weiter nicht schlimme Schürfwunden, aber auch eine geprellt Hand, die begann an zu schwellen und mit Blut zu unterlaufen. Wir verarzteten ihn und machten Pause auf einem Kinderspielplatz und haben das weitere Vorgehen beraten. Stephan wollte versuchen weiter zu fahren, also machten wir Mittag und fuhren dann über Meckenbeuren an den Bodensee bei Friedrichshafen. Dort ging es auf den Bodenseerundweg, der bei gutem Wetter im Sommer eigentlich mit dem Fahrrad wegen den vielen Spaziergängern zu meiden ist. Über Lindau ging es dann ins österreichische Bregenz, wo wir auf einem Campingplatz am See übernachteten. Zuerst haben wir uns um unseren Körperduft gekümmert und uns geduscht und dann Bohnen mit Speck gekocht. In der Nacht fing es dann zu regnen an. Den Abend verbrachten wir dann zu 5 in einem 3 Mann Zelt mit Wein und Binokel.